Icon_Pruefling_Kreis  MEDIENKAUFMANN/-FRAU DIGITAL UND PRINT  

Medienkaufmann/-frau Digital & Print 2018-01-19T13:18:55+00:00

ERÄUTERUNGEN ZUR UMSETZUNG DER AUSBILDUNG IM BETRIEB

Buch, Zeitschrift und Zeitung haben eine jahrhundertlange Tradition. Die Bedeutung der Printmedien ist dabei durch die Ergänzung durch die digitalen Medien
in den letzten Jahren stetig gewachsen und noch unverzichtbarer geworden. Verlage sind nicht nur Mittler zwischen Autor oder Redakteur und Leser oder
Mediennutzer, sondern zu Dienstleistern für unterschiedlichste Zielgruppen und deren Bedürfnisse geworden. Die Mittlerfunktion und Dienstleistung setzt eine
für den Kunden bzw. den Leser adäquate Mediengestaltung, flexible Marketingstrategien und moderne Kommunikationstechniken voraus.

Wer sich für eine Ausbildung in einem Medienhaus entschließt, ist am Produktionsprozess digitaler und gedruckter Medien beteiligt, wirkt kreativ von der Ideenfindung über die Realisierung bis hin zur kommerziellen Vermarktung mit. Den Auszubildenden in den medienkaufmännischen Berufen wird damit die Möglichkeit geboten, sich intensiv in einen innovativen Prozess einzubringen.

Die Ausbildung in einem Medienunternehmen basiert auf einer Ausbildungsordnung, die unsere tägliche Arbeit möglichst umfassend darstellt. Diese Ordnung
ist staatlich vorgegeben. Sie wurde auf die Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre in der Medienbranche abgestimmt. Die seit Längerem fällige
Neuordnung des Berufsbildes „Verlagskaufmann/- frau“ hatte dabei drei wesentliche Änderungen zum Ziel:

  1. Mit der Berufsbezeichnung „Medienkaufmann/Medienkauffrau für Digital und Print“ deutlich zu machen, dass unsere Branche Teil einer umfassenden und differenzierten Medienwelt ist,
  2. den Auszubildenden eine Basis zu bieten, in einem sich immer schneller wandelnden Berufsumfeld auch in Zukunft Chancen am Arbeitsmarkt zu haben
    und
  3. eine bisher produktorientierte Ausbildung (Buch und Zeitschrift/Zeitung) prozessorientiert anzubieten, um die vielen digitalen Produkte, aber auch die vielseitigsten Dienstleistungen, die heute die Programme der Verlage abrunden, mit einzubeziehen.

Der Schritt weg vom Produkt, hin zur Funktion, ist in der Praxis nicht einfach umzusetzen, denn nach wie vor sind unsere Medienhäuser in Bereiche oder
Abteilungen organisiert, in denen die jungen Leute ausgebildet werden. Ob im Anzeigenbereich, im Buchverkauf, im Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb oder im Dienstleistungsbereich (z.B. Seminare) gelten die gleichen Marketinggrundsätze. Im Detail und in der Praxis gibt es aber völlig unterschiedliche Anforderungen.

Dahingehend hat die „Arbeitsgruppe Medienkaufleute Digital/Print“, der neben Vertretern des Börsenvereins, des Zeitschriften- und Zeitungsverlegerverbands auch engagierte Praktiker angehören einen „Fahrplan“ zur praktischen Umsetzung im Betrieb geschaffen. Dieser zeigt zum einen den zur Verordnung gewordenen Ausbildungsrahmenplan auf und versucht zum anderen, die teilweise abstrakt wirkenden Ausbildungsinhalte auf die organisatorischen und verlagsspezifischen Arbeitsabläufe des Ausbildungsbetriebs zu übertragen.

Damit liegt für Ausbilder wie für Auszubildende ein ausführlicher Leitfaden vor, der durch praktische Checklisten ergänzt ist. Diese erleichtern es beiden festzustellen, was in den einzelnen Bereichen vermittelt bzw. erlernt werden soll. Leicht lässt sich „abhaken“, welche Inhalte bereits vermittelt und erworben wurden. Wenn noch Lücken zu schließen sind, kann aktiv von der einen oder anderen Seite eingegriffen werden. Gleichzeitig kann der „Fahrplan“ um betriebs- und produktspezifische Inhalte, die dieses breite Instrument anbietet, ergänzt werden.

Es wird empfohlen, die entsprechenden Seiten zu vergrößern und in jedem Ausbildungsbereich als „Poster“ zur Verfügung zu stellen.

Mit dem neuen Berufsbild und den ergänzenden Erläuterungen lässt sich in jedem Medienbereich ausbilden. Kann ein Betrieb bestimmte Ausbildungsbereiche nicht anbieten, sei es aus organisatorischen Gründen, aufgrund seines Programms oder seiner Struktur, sollte dieser mit Kollegen kooperieren, um zu einem für beide Seiten fruchtbaren Austausch zu kommen. Auch sollten zur Abrundung der Ausbildung die Möglichkeit externer Praktika angeboten werden. Dies kann sowohl in Druckereien, Reproanstalten und bei weiteren Dienstleistern oder dem Verkauf von Anzeigen in Agenturen geschehen. Darüber hinaus können die Auszubildenden dem Außendienst beim Buchhandel „über die Schulter schauen“.

Gut ausgebildeter Nachwuchs ist für unsere Branche heute wichtiger denn je. Eine gute Ausbildung das Fundament für eine sichere Zukunft.

Dieser „Ausbildunqsfahrplan“ soll dazu beitragen.

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DIE THEMENBEREICHE IM AUSBILDUNGSFAHRPLAN

1. Der Ausbildungsbetrieb
2. Arbeitsorganisation und Geschäftsprozesse
3. Produktplanung und Programmentwicklung
4. Herstellung und Produktion
5. Marketing, Verkauf, Vertrieb und Vermarktung
6. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

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1. DER AUSBILDUNGSBETRIEB

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Den Auszubildenden soll ein Einblick in Marktstellung. Programmkompetenz und innere Struktur des Ausbildungsbetriebes vermittelt werden. Sie sollen die
Zielsetzungen ihrer Ausbildung kennen lernen und an der Arbeit in Verlagsleitung und Sekretariat beteiligt werden.

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
1.1. Stellung, Rechtsform und Struktur a) Stellung des Ausbildungsbetriebes in der Medienwirtschaft darstellen • Historische Entwicklung
• Stellung in Wirtschaft und Gesellschaft
• Bedeutung des Betriebes innerhalb der Branche
 AG
Anforderungsprofil
Ausbildungsordnung
Ausbildungsvertrag
Bundesdatenschutzgesetz
(BDSG)
BerufsbiIdungsgesetz
Berufsgenossenschaften
Betrieblicher Ausbildungsplan
Gewerbeaufsichtsamt
Gewerkschaften
GmbH
GmbH & Co. KC
IHK
Jugendarbeitsschutzgesetz
KG
Presseversorgungswerk
Rahmenlehrplan
Tendenzbetrieb
Unternehmergesellschaft
Verbände
– Börsenverein
– BDZV
– VDZ
b) Zielsetzung, Tätigkeitsfelder und Aktivitäten des Ausbildungsbetriebes beschreiben • Kulturpolitische Aufgaben
• Produktpalette
• Wettbewerbssituation
c) Unternehmensleitbild und Corporate Identity des Ausbildungsbetriebes bei der Arbeit berücksichtigen • Unternehmensphilosophie und Programmlinie der  Verlagsproduktion
d) Geschäftsart und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes erläutern
e) Organisationsform des Ausbildungsunternehmens aufzeigen • Organigramm
f) Zusammenarbeit des Ausbildungsunternehmens mit Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen, Gewerkschaften und Behörden beschreiben
 1.2. Berufsbildung a) Ausbildungsordnung mit betrieblichem Ausbildungsplan vergleichen und zu dessen Umsetzung beitragen • Ausbildungsrahmenplan und betrieblicher Ausbildungsplan
• interne Schulungen, ggf.  externe Praktika
b) Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis und den Beitrag der Beteiligten im dualen System erläutern
c) Möglichkeiten und Nutzen der Fortbildung für die persönliche und berufliche Entwicklung erläutern • Perspektiven in der beruflichen
Entwicklung
• branchenspezifische Fortbildungsmöglichkeiten
1.3. Personalwesen,
arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen
a) Handlungskompetenz der Mitarbeiter als wesentliche Voraussetzung für den Kundennutzen, den Unternehmenserfolg und für die persönliche Entwicklung darstellen • Handlungsvollmacht
• Prokura
• Geschäftsführung
• Fachkompetenz
• Methodenkompetenz
• soziale Kompetenz
• Personalkompetenz
b) Für den Ausbildungsbetrieb wichtige tarifliche Regelungen sowie arbeits- und sozialrechtliche Bestimmungen aufzeigen • Tarifverträge
• Betriebsvereinbarungen
• Arbeitsvertrag
• Arbeitsschutz
c) Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte betriebsverfassungsrechtlicher Organe des Ausbildungsbetriebes erklären • Betriebsverfassungsgesetz
• Tendenzbetrieb
• Betriebsrat
• Betriebsversammlung
d) Ziele und Grundsätze des Ausbildungsbetriebes für die Personalplanung und -entwicklung beschreiben • Anforderungsprofil
• Chancengleichheit
• Fortbildung
e) Vorgaben für Personaleinsatz und Arbeitszeitregelung anwenden • Urlaubs- und Vertretungsregelungen
f) Aufgaben der Personalverwaltung beschreiben • Bedeutung des Personalwesens
• Arbeitsrecht und Arbeitspapiere
• Gehaltsabrechnung und Lohnsteuer
• gesetzliche und freiwillige
Sozialleistungen
• Sozialversicherungen
• Krankenkasse
g) im Ausbildungsbetrieb übliche Verträge für den Personaleinsatz unter Berücksichtigung arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Auswirkungen unterscheiden • Feste/freie Mitarbeiter
• Vollzeit- und Teilzeitmitarbeiter
• Zeitarbeitskräfte
• Aushilfskräfte
1.4. Sicherheit und Gesundheitsschutz a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen • Sicherheitsgerechtes Verhalten
• Sicherheitsbeauftragter
b) Berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden • Vorschriften der zuständigen
Berufsgenossenschaft
c) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten
d) Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen • Erste Hilfe und betrieblicher Notfallplan
• Unfallmeldungen an Berufsgenossenschaft
1.5. Umweltschutz  Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
 a) mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären
b) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden
 c) Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzen
 d) Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
1.6. Datenschutz  a) rechtliche Bestimmungen zum Datenschutz beachten Datenschutz für digitale Angebote
 b) Datenschutz in seiner Wirkung auf Unternehmen, Geschäftspartner und Kunden unterscheiden und im Arbeitsprozess anwenden

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2. ARBEITSORGANISATION UND GESCHÄFTSPROZESSE

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Die Auszubildenden sollen unter Anwendung von Arbeitstechniken lernen, ihre Arbeit zu organisieren, sich Ziele zu setzen und Zeitpläne aufzustellen. Sie
planen Projekte, erkennen Probleme und lösen Aufgaben im Team. Sie nutzen die unterschiedlichen Kommunikationssysteme können mit betrieblichen Daten
umgehen und – auch in einer Fremdsprache – mit Kunden kommunizieren.

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
2.1 Arbeitsorganisation a) Lern- und Arbeitstechniken anwenden • Einzel-/ Teamarbeit
• Projektarbeit
• Moderationstechniken
• Arbeitsplatzorga
• Zeitmanagement
• Selbstmanagement
• Delegieren
• Organisation und Einsatz von Arbeitsmitteln
Anwendungsprogramme
Arbeitsplatzordner
Betriebssysteme
Brainstorming
Checkliste
Cloudlösungen
Dateiformate
Hard- und Software
Körpersprache
Leistungskurve
Mindmapping
Moderationstechniken
Motivation
Passwort
Rhetorik
Server
Workflow
Worklife-Balance
b) Arbeitsabläufe und Entscheidungswege im Ausbildungsbetrieb berücksichtigen
c) Zusammenwirkung der Funktionsbereiche in der Prozesskette beachten
d) mit vor- und nachgelagerten Arbeitsbereichen Zusammenarbeit
e) Ziele bei der Arbeitsplanung setzen und Zeitplan für
Aufgaben festlegen
f) betriebliche Organisations- und Arbeitsmittel effizient einsetzen
g) Aufgaben ausführen, Ergebnisse kontrollieren und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen ergreifen
h) Probleme erkennen und analysieren, Lösungsalternativen entwickeln und bewerten
i) Aufgaben im Team planen und bearbeiten
j) Projekte planen und bearbeiten
2.2 Informations- und
Kommunikationssysteme, Datensicherheit
a) Informations- und Kommunikationssysteme unterscheiden und aufgabenorientiert einsetzen • Telekommunikations-
systeme
b) Standardsoftware und betriebsspezifische Software
anwenden
c) rechtliche, technische und betriebliche Regelungen
zur Datensicherheit beachten
• Bundes- und Landesdatenschutzgesetze
und deren betriebliche Umsetzung
• Sicherungssysteme gegen unbefugte Nutzung
• Datensicherungssysteme
d) Auswirkungen von Informations- und Kommunikationssystemen auf Geschäftsprozesse, Betriebsabläufe und Arbeitsplätze im Ausbildungsbetrieb berücksichtigen
2.3 Informationsbeschaffung
und – verarbeitung
a) Daten erfassen, ordnen, pflegen und auswerten
b) externe und interne Informationsquellen für betriebliche Prozesse nutzen
2.4 Kommunikation und Kooperation a) Einflüsse von Information, Kommunikation und Kooperation auf Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg beachten • Kommunikationsformen: verbal und Nonverbal
b) Möglichkeiten der Konfliktlösung nutzen • Erkennen von Konflikten
• Feststellen der Konfliktsituation
• Lösung der Probleme
c) Kundenkontakte herstellen • Gesprächsphasen und -umfeld (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung)
d) Kommunikationsregeln und -techniken, insbesondere Moderationstechniken anwenden • Präsentationstechniken
e) Themen und Sachverhalte situations- und zielgruppengerecht aufbereiten und präsentieren
f) kulturelle Besonderheiten im Kundenkontakt berücksichtigen
2.5 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben a) fremdsprachige Fachbegriffe anwenden
b) im Ausbildungsbetrieb übliche fremdsprachige Informationen auswerten
c) Auskünfte erteilen und einholen, auch in einer Fremdsprache

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3. PRODUKTPLANUNG UND PROGRAMMENTWICKLUNG

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Die Auszubildenden sollen die Aufgaben des Lektors/Redakteurs/Programmplaners in der Planung und Gestaltung des Programms kennen lernen und die
wichtigsten Fähigkeiten in der Bearbeitung von Inhalten von der Beurteilung bis zur Produktionsfreigabe unter Einbeziehung der Marketingstrategien erlernen.
Dazu gehören die Grundlagen des Verlags- und Medienrechts sowie die Möglichkeiten der Nutzung von Nebenrechten durch die Vergabe von Lizenzen, um die
Bedeutung von Lizenzverträgen einschätzen zu können.

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
3.1 Programme
und Profile
a) Konzeption der Produkte des Ausbildungsbetriebes unter Berücksichtigung von Märkten und Zielgruppen bewerten • Programmplanung, Produktkonzeption und Marktausrichtung
• Trends, Marktforschung und Marktanalyse
• Zielgruppenbestimmung und deren Kaufkraft
• Preispolitik
• Konkurrenzbeobachtung
• Auflagenhöhe
 – Teilnahme an Programmkonferenzen
– Beschaffung von Marktdaten
– Recherchen
– Umsetzung von  Markt- und
Zielgruppenanalyse
– Teilnahme an Partnerterminen
Agenturen
Autorkorrektur
Bibliographie
Bildnachweis
(IP
Copyright
Digitales Wasserzeichen
Diversifikation
Domain
DRM
Exposé
Fußnote
geistiges Eigentum
Graue Literatur
Gutachten
Hauskorrektur
Impressum
Klappentext
Kodex
Kommentar
Koproduktion
KSVG
Lektor
Literaturverzeichnis
Lizenzen
Lizenzerlös
Lizenzvertrag
Lizenzgebühr
Medienspezifische
Darstellungsformen:
Nachricht, Glosse, Reportage,
Interview, Kommentar, Feature.
Porträt, Personalie,
etc.
Nebenrechte
Newsletter
Personalie
Plagiat
Porträt
Posting
Quellennachweis
Raubdruck
Register
Reportage
Royalties
Sekundärliteratur
Tarifverträge
Teaser
Titelei
Titelschutz anzeige
Urheberrecht
Vergütungsregeln
Verlagsalmanach
Waschzettel
Zitat
 b) Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten und Dienstleistungen in der Medienwirtschaft beurteilen und
Schlussfolgerungen für den eigenen Arbeitsbereich ziehen
• Launches und Relaunches – Verhandlungen und Akquise
c) Neu- und Weiterentwicklungen von kundenorientierten Digital- und Printprodukten und Dienstleistungen vorschlagen • Print: z.B. Booklets, Sonderdrucke
• Digital: z.B. E-Books. E-Paper, CD
• Dienstleistung: z.B. Seminare, Hausmessen, Kongresse
• nationale und internationale
Lizenzprodukte (mediale Lizenzen (Buch, CD, DVDs, Covermount, internat. Lizenzen) und non-mediale Lizenzen )
• Social Media Kanäle, Apps
3.2 Redaktion,
Lektorat
a) Zusammenwirken von Redaktion oder Lektorat insbesondere mit den Funktionsbereichen Produktion und Marketing berücksichtigen • Programm-, Produkt- und Themenauswahl durch Lektorat, Redaktion und Online-Redaktion
• Terminplanung
• Kalkulation und Preisgestaltung
• Marketingziele und Zielgruppenorientierung
• Vorbereitung für die Produktion
• Gliederung und Struktur
• Imprimatur
– Beschaffen von Texten und Informationen
– Texte verfassen unter Berücksichtigung der Leserinteressen
– Erstellen von Registern, Verzeichnissen und Bildnachweisen
– Klappentexte erstellen
– Beschaffen von Bildern und Illustrationen
– Ermitteln und Einholen von Bildrechten
– Prüfen, bewerten und bearbeiten von Manuskripten und Abbildungen
– Korrekturlesen
– Prüfung, Bewertung und operative Umsetzung von Markenlizenzprodukten, Internationale Lizenzen
b) konzeptionelle Planung von Redaktion oder Lektorat im Arbeitsprozess beachten • Produktgestaltung
• Medienneutrale Datenhaltung/-konvertierung
• Zusammenarbeit mit Literatur- und Nachrichtenagenturen, Agenturen, Scouts, Korrespondenten und Journalisten
• Zusammenarbeit mit Dienstleistern
– Layout und Umbruch
– Einholen von Dienstleistungsangeboten und Erteilen von Aufträgen
c) Bedeutung der Akquisition und Betreuung
von Autoren oder Herausgebern begründen
• Vertragliche Grundlagen: Autoren-,
Herausgeber-, Übersetzer-, Illustratorenvertrag etc.
• Titelschutz, Anmeldung von Domains,
Titelei, Impressum, ISBN, CIP-Meldung
– Honorierung von Text und Bildmedienspezifische Darstellungsformen
– Titelmeldung an Deutsche Bibliothek
– Titelschutz und ISBN/ lSSN beantragen
– Grundlagen des Pressewesens:
Presserecht, Persönlichkeitsrecht,
Bildrecht, Exklusivität
d) Rolle des Contentmanagements für
Produktion und Marketing beschreiben
• Honorierung: Vorschuss, Absatz-, Garantie-, Pauschalhonorar
• Ein- und Verkauf von Inhalten z.B. für Websites, Shops, Foren, Nutzung für Online-Marketing, Crossmedia-Werbeangebote, Links etc.
Aktualität durch Updates News
– Datenbankpflege
– Updates, Newseingabe
– Mithilfe beim Aufbau eines Portals
3.3 Rechte und Lizenzen a) Bestimmungen des nationalen und internationalen Medien- und Presserechts anwenden und Branchenrichtlinien beachten • Methoden des Rechteein- und verkaufs
• Urheberrecht, Presserecht, Datenbankrecht, verwandte Schutzrechte und internationale Vereinbarungen
– Feststellen verfügbarer Nutzungsrechte auf Basis von Verträgen
b) Bestimmungen des Urheberrechts beachten • Schutzdauer, Copyright
• Nachdruck
c) Auswirkungen von Erwerb, Sicherung und Verkauf von Verwertungs- und Nutzungsrechten im Ausbildungsbetrieb
bewerten
• Koproduktionen
• Verwertungsgesellschaften: VG Wort, VG Bild-Kunst, GEMA, PMG
– Kommunikation zwischen Rechtegebern und -nehmern, z. B. Einholen von Abdruckgenehmigungen
– Ermittlung und Aufteilung von Lizenzerlösen
d) bei Abschluss von Verlags- und
Lizenzverträgen mitwirken
• Normvertrag, z. B. Verlagsvertrag – Ausstellen von Verträgen

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4. HERSTELLUNG UND PRODUKTION

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Die Auszubildenden sollen Kenntnisse über Techniken in der Herstellung und Produktion von Digital- und Printprodukten erwerben sowie Einsatz von
unterschiedlichen Materialien kennenlernen. Sie sollen die Rolle der Kalkulation, des Produktmarketing und die interne und außerbetriebliche Zusammenarbeit
mit Dienstleistern und den herstellenden Firmen erfassen.

EXTERNE PRAKTIKA

Reproanstalt, Druckerei, Binderein, Multimedia-Agentur

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
4.1 Planung und Kalkulation a) Termine festlegen und verfolgen – Terminplan erstellen A-B-Test
Ad Impression
Affliliate
Andruck
Anschnitt
Anwender-software
Auflösung
Aushänger
Außensteg
Balkencode
Beihefter
Beilagen
Betriebs-systeme
Blindband
Breitband
Bucheinband
Bundsteg
Cellophanieren
chlorfreies Papier
Clickrate
cmyk-Farbe
CMS
Colourmanagement
CPA (Cost per
Action)
CPC(Cost per Click)
CPL (Cost per Lead)
CPO (Cost per
Order)
CTP
Cookie
Codierung
Crossmedia
Database
dpi
e-book
e-paper
e-journal
HTML
Publishing
Dateiformate
Datenschutz
Daten-sicherheit
Datenstruktur
Datenträger
Deckungs-auflage
desktop/stationäres
web
Digitaldruck
Duktus
Durchhefter
Durchschuss
Einband
eCPM
Fadenheftung
Fahne
Fälzel
Falzen
Filzseite
Flachdruck
Flattermarken
Fortdruck
Frontispiz
Fußnote
Fußsteg
Gemeine
Gestrichen
Google Analytics
Gradation
Grundschrift
Hochdruck
Holzfrei
Holzhaltig
Hurenkind
Klebebindung
Kollationieren
Kolumne
Kolumnentitel
Kompatibilität
Kompress
Kopfsteg
KPI
Kursiv
Imprimatur
Initial
ISBN, ISSN
Kapitälchen
Kapitalband
Laufrichtung
Laufweite
Layout
Legende
Lithographie
Iumbecken
Makulatur
Marginalien
Medien-neutralität
Metadaten
Moiré
m-web
Netzwerke
Nutzen
Opt-In
Double-opt-in
Öffnungsrate
Pagina
Paperback
Papier
Page Impression
Pixel
Pappband
PDF
Planobogen
POD
Proof
Prägung
Programmierersprachen
(HTML, XML,
LAB, PHP, Java
Script)
Raster
Reprint
Reproduktion
Responsives
Design
Rillen
Rohbögen
Satinieren
Satzspiegel
Schmutztitel
Schnittstellen
Schöndruck
Schusterjunge
Schutzumschlag
Serifen
Siebdruck
Siebseite
Signet
Social Reading
Systemarchitektur
Tiefdruck
unique user
Vakat
Versalien
Visit
Volumen
Vorzugsplätze
Vorsatz
Widerdruck
Zahlensystem
Zuschuss
b) Herstellungsverfahren für Digital-, Print- und Nebenprodukte auswählen, dabei wirtschaftliche und ökologische Kriterien abwägen • Vorstufe festlegen
• Druckverfahren unterscheiden und bewerten
• Storyboarderstellung
c) Kalkulationen und Deckungsbeitrags-rechnungen erstellen • Vollkostenrechnung
• Deckungsbeitragsrechnung
– Mitwirkung bei der Auflagenplanung und Verkaufspreisermittlung
-Herstellungskosten anhand von Angebot ermitteln
4.2 Auswahl und Vergabe von  Dienstleistungen a) Angebote einholen, vergleichen und auswählen
b) Aufträge vergeben
c) interne und externe Dienstleistungen produkt- und terminbezogen in den Produktionsprozess integrieren
4.3 Datenhandling a) Text-, Bild-, Video- und Grafikdaten digital  bearbeiten und weiterleiten • Auswahlkriterien
• Farbkorrekturen
• Datenaufbereitung für Druck- und Digitalproduktion
– Rechnergestützte Gestaltung von Text, Bild und Grafik für Printprodukte sowie von Bewegtbild- und Audiodaten für multimediale Produkte
b) unterschiedliche mediale Darstellungsformen und Datenformate beachten • Inhalte auf Logik und Verständlichkeit sowie Bilddaten auf Eignung prüfen
• Dateiformate unterscheiden und in den verschiedenen Anwendungsbereichen einsetzen
c) strukturiert Aufbereitung für Datenbankenanwendungen sicherstellen • Daten für die Mehrfachnutzung übernehmen, transferieren und konvertieren – medienneutrale Bilddaten mittels Farbmanagement aufarbeiten
– medienneutrale Inhalte mit XML und
datenbankgestütztes Publizieren Desktop Publishing (DTP)
4.4 Gestaltung von Digital- und Printmedien a) Gestaltungsgrundsätze für Digital- und Printprodukte beachten • Typografie und Layout
• Ausstattung
• Arbeiten im Produktionssystem
– Bsp. Arbeiten im digitalen Redaktionssystem zur Aktualisierung von Inhalten, oder Erstellung von Newslettern für Digitalmarken
b) an der Umsetzung von konzeptionellen Vorgaben aus Marketing und Redaktion oder Lektorat mitwirken • Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und zielgruppenorientierter Aspekte
c) bei der medien-, produkt- und zielgruppenorientierten Gestaltung mitwirken
d) an der Layouterstellung mitwirken
4.5 Koordinierung von Produktionsprozessen a) Produktionsprozesse koordinieren, dabei insbesondere Schnittstellen von Produktionsabläufen beachten • Workflow bei Monetarisierungs- oder
Reichweitenmaßnahmen begleiten (Bsp. markenübergreifende digitale Gewinnspiele)
• Workflow bei Digital- und Printmedien begleiten
– Abstimmung mit Gewinnspielagentur, Dokumentation der Gewinnspielaktion, Reporting, User- und Gewinnermanagement, Auswertung
– Print: Layout, Vorstufe, Druck, buchbinderische Verarbeitung, Flexodruck
b) Einhaltung von Qualitätskriterien und auftragsbezogenen Vorgaben sicherstellen • bei neu startenden Inhalten – z.B. Durchführung von strukturierten Test inkl. Dokumentation vor dem Livegang einer Affiliate-Kooperation oder der markenübergreifenden digitalen Gewinnspiele
c) Termine und Kosten überwachen, bei Abweichungen Maßnahmen ergreifen • Technische Umsetzbarkeit überprüfen – Print: Kontrolle der Vorgaben
– Online: Kontrolle der Usability

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5. MARKETING, VERKAUF, VERTRIEB UND VERMARKTUNG

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Die Auszubildenden sollen die Grundlagen der Preis- und Kontrahierungspolitik, die Distributionspolitik und die Kommunikationspolitik des integrierten Verlagsmarketings umsetzen können.

MARKETING:
Die Auszubildenden sollen die Arbeitsweise des kundenorientierten Verkaufs in der Entwicklung, Realisierung und Analyse von Verkaufsstrategien und Verkaufsförderungs-Maßnahmen kennen lernen.

WERBUNG:
Die Auszubildenden sollen die Funktionsweisen der Zielgruppen orientierten Werbung kennen lernen. Sie sollen das Werbekonzept des Verlages verstehen, die Möglichkeiten und Grenzen in Programm und Etat erfassen und konkrete Maßnahmen unter Berücksichtigung des Cl planen, entwickeln und
ausführen.

VERTRIEB/VERKAUF/WERBETRÄGER-VERMARKTUNG::
Sie sollen mit den Methoden individueller Kundenbetreuung, Unterstützung und Führung eventueller Außendienstmitarbeiter bekannt gemacht werden. Sie wirken an der Auswertung und Interpretation von Titel-, Kunden- und Verkaufsstatistiken mit und lernen die Bedingungen Bestellung, Beauftragung, Berechnung, Veröffentlichung und Versand kennen. PRESSE: Die Auszubildenden sollen die Möglichkeiten kennenlernen, das Bild des Medienunternehmens und sein er Produkte in der Öffentlichkeit darzustellen.

EXTERNE PRAKTIKA

Buchhandlung, Vertreter beim Kundenbesuch begleiten, Besuch der Auslieferung

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
5.1 Marktanalyse und
Zielgruppen-bestimmung
a) Markt- und Wettbewerbssituation beobachten • Markteinschätzung zur Beurteilung der Absatzchancen
Analyse des jeweiligen Segmentes
– Daten erfassen und aufbereiten Adressverlag
Ad-Impressions
AdServer
AdTag
Advertorial
AE-Provision
Affiliate Marketing
AGB Pressedistribution
Aktionsrabatt
Apps
Art. 5 GG
Aufhebung des Ladenpreises
Auflage (Druckauflage, verbreitete Auflage, Makulatur, verkaufte Auflage, Aboauflage)
Auswertung
Autorenlesung
Avise
Analysetools
AWS
AZD
Backlist
Banner Blindness
Barsortiment
Bestellanstalt
Bestellkosten
Best4Planning
Billboard
Blogs (Videolog, Weblog)
Bonität
Bonus
Broken Link
Bundles
Bücherwagendienste
Buchlaufkarte
CMS
Cookies
Corporate Design
(PI
Content Marketing
Conversion
CPO
CPR
Crossmedia
Crossmediale Leistung
CRM
Click to Rate (CtR)
Customized Content
Depotbuchhandlung
Digitale Verlagsvorschau
Digitales Marketing
Digitales Publishing
Display Werbung
Direktwerbung
Distributionspolitik
DOI
Doppelte Unterschrift
e-book reader
e-Commerce (Shopbetreuung
und Optimierung)
e-paper
EHASTRA/BASTRA
Einzelrevers
eTKP
Erfolgskontrolle
Fernabsatzgesetze
Fireplace
Fixum
Fortsetzung
Fremdbeilage
Frequenze Capping
Google AdSense
Google AdWords
Grossist
Grosso
Guerilla Marketing
Gutschrift
Handelsspanne
Handlager
Hardcover
IBU
ISBN
ISSN
IVW
Jugendschutz
Kennzifferzeitschrift
Klick-through-rate
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Kreditliste
Kundenschutz
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Mengenstaffel
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NonPress
Novitäten- und
Aktionsauslieferungen
Page Impressions
Partie
Partworks
Peer Group
Pflichtexemplar
Point of Sale
Postauslieferung
Postvertriebsstück
Postzeitungsdienst
Portoersatz
Positivoption
Preisbindung
Predictive Beharvioral
Targeting (PBT)
Pressekonferenz
Pressinformation
Probeabo
Programmatic Buying
Public Relation (PR)
Rabatt
Rabattstaffel
Ramsch
Rectangle
Reichweite
Reiseauftrag
Remission
Retargeting
Return on Investment (ROI)
Rezension
Rezensionsversand
Rezensionswesen
Rubrikenpreis
Rückruf
Run of Portfolio (ROP)
Run of Sight
Sammelrevers
Schnupperabo
Selbstbeanschriftung
SEA
Self-Publishing
SEO
Skonto
Skyscraper
SOP
Social Media Marketing
Social Selling
Stamm
Standing Order
Sticky Ad
Streifband
Streuverluste
Strichcode
Stummer Verkäufer
Subskription
Superbanner
Targeting
Telekommunikationsgesetz
(TKG)
TKP
Unique User
User Experience
Valuta
Verbreitungsanalyse
Verkehrsnummer
Verkehrsordnung
Verlagsauslieferung
Verlegerbeilage
Versandbuchhandlung
Versandwege
Vertriebsrichtlinien
Virales Marketing
Visits
VLB-TIX
Vormerkungen
Vorschau
Wallpaper
Waschzettel
Werberecht
Yellow Press
Yield Management
Zahlungsbedingungen
b) Marktanalysen auswerten und deren Ergebnisse anwenden • Analyse von Zielgruppendaten (Käufer, Leser)
• Analyse von werberelevanten Zielgruppendaten
Tools zur Reichweitenmessung
digitaler Produkte
•IVW Quartalszahlen auswerten, interpretieren und auswerten
• Unterschiedliche Analysearten kennen und anwenden
• Erfassung, Verarbeitung und Verwendung von Media-Daten
– Eigenständige Entwicklung einer Zielgruppe anhand demografischer Daten, Konsumentenverhalten, Kaufgewohnheiten und psychografischen Aspekten
– Auswertung der gewählten Zielgruppe mittels verschiedener Datenquellen (IVW, AWA, MA, LAE, Nielsen, GfK, AGOF, ag.ma)
– Bewertung der Ergebnisse entsprechend des
Kampagnenziels ggf. Optimierung der Zielgruppe
– Mediaauswahl anhand von Leistungsdaten wie Reichweite & Affinitäten (Titelpositionierung Print, Online, Mobil)
– Ableiten einer Mediastrategie auf Grundlage der ZG-Ergebnisse, übersetzen in bestehende Vermarktungsangebote
– Erfolgskontrolle: Ermitteln der relevanten KPI’s, Auswertung anhand von Kampagnenergebnissen, Verfassen eines adäquaten Reportings
 c) Zielgruppen analysieren und bestimmen • EHASTRA (Geschäftsartenanalyse, Verkaufsgrößenklassen,
Umsatzgrößenklassen)
• Koppelkaufanalyse
• Konkurrenz-
beobachtung
• Marktanteils-
entwicklung
• Verkaufsstatistiken
• Marktausschöpfung
• Marktpartner und deren Rolle (Werbungtreibende, Agenturen)
– Chancen und Risiken einer Kundenbeziehung anhand der eigenen Kundenstruktur erkennen
– Mitwirkung an individuellen crossmedialen Konzepten für Werbekunden
d) an der Entwicklung von Kundenfindungs- und Kundenbindungskonzepten mitarbeiten • Kundendaten, Adressmerkmale und Adressqualifizierung, In CRM-Konzepte einbinden
• Entwicklung zielgerichteter
Marketingaktivitäten und Produktangebote
e) Kundewünsche ermitteln, mit betrieblichen Leistungsangeboten vergleichen und daraus kundenorientierte Vorgehensweisen für Beratung und Verkauf ableiten • Entwicklung von Standard- und Sonderaktionen
• statistische Erfolgskontrolle
• Leserbefragung
• Festlegung der  Vertriebskanäle
• Erstellung eines Angebotsschreiben inkl. Datenblatt
• Bestandteile eines Angebotes, Angebotszeit, Frequenz
• Bestimmung eines Pilotverteilers
• Festlegung der Objektgruppe
• MwSt-Satz
• Handelsspanne
• Platzierungsvorgaben
• Remissionsarte
• bei Werbebudget PoS-Maßnahmen realisieren
• Erstellung von Handelsrundschreiben/
Einzelhändler-Information
f) Entwicklungen von Werbeetats im Markt analysieren
5.2 Verkauf von Produkten und Dienstleistungen a) Leistungsdaten von Produkten und
Dienstleistungen ermitteln und am Markt vergleichen
 • Konkurrenz-
beobachtung und Auswertung: Preise, Konditionen, Markt- und Mediadaten
• Strategische Key Account
Betreuung: Begleitung vom Eintreffen eines Kundenbriefings über die Bearbeitung bis zur Präsentation beim Kunden
Sales & Marketing-Steuerung:
Beratung zu passenden Angeboten, organisatorisches Vorgehen, Timings erstellen
Erstellen einer Verkaufsunterlage und
Präsentation
• Marktanteil
• Trend, Saison, regionale
Schwerpunkte
– Unterscheidung zwischen überregionaler und regionaler Vermarktung
– Bezugsmengenbestimmung
– Auflagenbestellung
– Belegung und Versand
b) Medienprodukte, insbesondere Digital- und Printprodukte, Insertionsprodukte, Lizenzen und Nebenrechte sowie Dienst- und Serviceleistungen unterscheiden
c) Verkaufsmaßnahmen entwickeln,
Medienprodukte verkaufen
• Bestellung der Gesamtdruckauflage
• Streuung von Beilagen
• Heftgewicht + Packnorm
• Spitzen
• Versandschreibung
•VMP (Verkaufstägliche Marktbeobachtung am PoS)
• Prognosen
• Frühremission (Bedeutung + Analyse)
• Wiederauslieferung
• Remi-Eingangsprüfung
(Hochrechnung)
– Ergebnisse aufbereiten
– Mitwirken beim Verkauf
– Erstellung von Angeboten
– Entgegennahme von Aufträgen
– Kundenberatung
– Aufträge bearbeiten
d) Verfahren der Preisfindung anwenden – Rechnungen erstellen
e) Rechnungserstellung steuern und kontrollieren • Berechnungs-
grundlagen
• Konditionen
– Planung und Erstellung von Verkaufsunterlagen
f) Kern- und Nebengeschäfte des Ausbildungsbetriebes abgrenzen und deren ökonomische Bedeutung im Arbeitsprozess berücksichtigen • Buchhandel, Barsortimente, Reise- und
Versandbuchhandel, Fachbuchhandel,
Warenhäuser, Bahnhofsbuchhandel,
Buchverkaufsstellen, Messen
• Abonnement und Presse-, Groß- und Einzelhandel
• Internet
g) Produkte und Dienstleistungen präsentieren sowie Informations-, Beratungs- und Verkaufsgespräche führen • Fernabsatzgeschäfte z.B. Telefonverkauf, Direct-Mailing, E-Mail
• Kundenbesuche
h) beim Verkaufen Methoden der Verkaufspsychologie einsetzen
i) auftragsbezogene Vorgaben des Kunden berücksichtigen  • Konditionen – Aufträge in den entsprechenden
Software-Tools bearbeiten
j) Organisation, Betreuung und Steuerung des Außendienstes unterstützen • Handelsvertreter und angestellter Außendienst
• Vertretungsgebiet, z.B. Nielsen
– Außendienstanalyse
k) Vertreterkonferenzen und Außendiensttagungen vorbereiten und organisieren • Zusammenstellung der
Tagesunterlagen
– an der Tagung mitwirken
5.3 Werbung für
Produkte und Dienstleistungen
a) an der Entwicklung von Werbemitteln mitwirken • die verschiedenen Werbemittel, Medienkanäle und ihre Bedeutung
• Konzeption, Kalkulation und Produktion von Werbemitteln
• Kreation beurteilen, Meinung bilden
• Überwachung und Einhaltung von Timings
• Umsetzung von Digital-Kampagnen Online und Mobile
• Bereitstellung von kampagnenbezogenen Unterlagen
• Abrechnungsarten kennen
• Vorstellung der verschiedenen Werbeformen
• Auswertung von Reportings (nach KIPs Ad Impressions, Clicks, CTR)
– Gestalten von Werbemitteln wie Anzeigen, Prospekte etc.
– Verfassen von Werbetexten und Agenturbriefings
Kenntnis gängiger Display-Werbeformate (Online, Mobil) und wichtiger Sonderwerbeformate (Print, Online, Mobile)
Verfassen eines inhaltlichen Kampagnenkonzepts auf der Grundlage eines Kundenbriefings
– Unterstützung bei neuen Buchungen, Monitoring laufender Kampagnen
– Erstellung von Screenshots gestarteter Kampagnen, Reportings, Verfassen von Verbesserungsvorschlägen, Kampagnendokumentationen
erstellen für Kunde/Agentur
– Vergabe an Dienstleister (z.B. Grafik)
– Zusammenarbeit mit der Produktion (Herstellung, Druckerei, etc.)
b) an Aktionen der Öffentlichkeits- und Public Relationsarbeit mitwirken • Instrumente der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, z. B. Veranstaltungen, Kontaktpflege zu den Medien
• Pflege der Homepage
• Organisation von Veranstaltungen
• Verlagspräsentationen
• Pflege der Social Media Kanäle
– Erstellen einer Pressemeldung
– Zusammenstellen einer Pressemappe
– Vorbereitung einer Pressekonferenz
c) werbende und verkaufsfördernde
Maßnahmen unter Berücksichtigung von Werbeetats durchführen
• Markenbildung und -pflege
• Werbeplanung, Werbeetat, Umsetzung
• Zusammenarbeit mit Dienstleistern
• Recherche und Umsetzung von Give-Aways
– Aufstellen eines Werbeplans
– Rabattstaffel
– Zusammenstellung der Werbekosten
– Versand von Werbematerial
d) Maßnahmen zur Kundenbindung umsetzen • Kunden-
veranstaltungen
– Mithilfe bei der Vorbereitung von
Kundenveranstaltung
e) Kundenkontakte und Werbeerfolgskontrollen auswerten und Ergebnisse für betriebliche Entscheidungen aufbereiten • Produktbezogene Angebotsformen – Erstellung und Beurteilung von Werbestatistiken
f) Kundendaten beschaffen, pflegen und nutzen • Werbestatistik,
Werbeerfolgskontrolle
g) Kundendaten beschaffen, pflegen und nutzen • Aufbau einer Adressdatei
• Adressqualifizierung
5.4 Vertrieb von
Produkten und Dienstleistungen
a) Vertriebswege unter Berücksichtigung der für Digital- und Printmedien relevanten Kriterien bestimmen • Qualitätssicherung durch unterschiedliche Maßnahmen
• Zeitfaktor, Kosten. Zuverlässigkeit
• postalische Bestimmungen
• Bücherwagendienste
• Paketdienste
• Fracht und Spedition
• Zustelldienste
• Eigenauslieferung/
Fremdauslieferung
• Internet
– Fracht- und Ausfuhrpapiere erstellen
– Konfektionierung von Sendungen für den Versand
– Erstellen der Avise
b) bei der Auftragsabwicklung für Digital- und Printmedien sowie Dienstleistungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kundengruppen mitwirken – Bearbeitung von Bestellungen
– Bearbeiten von Reklamationen
– Rücksendungen
– Gutschriften erstellen
– Vertreteraufträge bearbeiten
– Reporting und Reports erstellen
c) vorhandene Vertriebswege optimal nutzen, bei Bedarf neue Vertriebswege erschließen
d) Vertriebskonzepte umsetzen
e) Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen organisieren und steuern
f) Vertriebsdaten ermitteln und auswerten – Mitwirkung an der IVW-Meldung
5.5. Branchen-spezifische
Rahmen-bedingungen
a) Preisbindungsmodelle voneinander abgrenzen und produktspezifisch anwenden • horizontale/vertikale Preisbindung
• Preisbindungsgesetz für Bücher
• Preisbindung über Grosso
b) Kontrahierungsformen der Medienbranche bei Verkauf und Vertrieb nutzen • Verträge mit Zustellorganisationen
• Kundenverträge
c) produktspezifische Geschäftsbestimmungen, wie beim Verkauf von Anzeigen anwenden Rahmenbedingung des Pressesystems
• Presse-Grosso
• Bahnhofsbuchhandel (Kriterien)

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6. KAUFMÄNNISCHE STEUERUNG UND KONTROLLE

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LERNZIELE IM AUSBILDUNGSBETRIEB

Die Auszubildenden lernen die allgemeinen Grundsätze der Buchführung und deren gesetzliche Bestimmungen kennen. Die verlagsspezifische Gliederung des
Rechnungswesens, die Aufbereitung von Zahlen und Daten für wirtschaftliche Entscheidungen und das damit verbundene Controlling bilden weitere Ausbildungsschwerpunkte.

Verteilung der Ausbildungsinhalte nach Rahmenlehrplan: 1. Lehrjahr | 2. Lehrjahr | 3. Lehrjahr

Ausbildungsrahmenplan Exemplarische Inhalte Umsetzung Checkliste
6.1 Rechnungs-und Finanzwesen a) Rechnungswesen als Instrument der kaufmännischen Steuerung darstellen • Planungs- und Steuerungsinstrumente
z. B. Finanzplanung und -einsatz, Kostenplanung und -kontrolle
• Vorbereitung des Jahresabschlusses
und der Bilanz
• Planung der Jahresetats und deren Kontrolle
• Planung von Investitionen
• Mitwirken bei der Inventur
Abschreibung
Akkreditive
BAB
Betriebsergebnis
Bilanz
Bonus
Buchhändler-Abrechnungs-
Gesellschaft
(BAG)
Crowdfounding
Debitoren
Deckungsbeitragsrechnung
E-Commerce
Eigentumsvorbehalt
Elektronische Bezahlsysteme
Forderungen
Fristen
GuV
Inkasso
Inventar
Inventur
Investitionen
Kostenarten
Kostenstellen
Kostenträger
Kreditoren
Leasing
Liquidität
Rückstellungen
Sepa
Skonto
Steuern
Umsatz
Verjährung
Verlegerinkassosteile
Warenwirtschaftssysteme
Wertberichtigung
Yield Management
b) Kosten und Erlöse erfassen sowie Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern zuordnen • Betrieblicher Konten- und Kostenstellenplan
• Debitoren/Kreditoren
 c) Buchungen vornehmen
d) Zahlungssysteme unterscheiden, Zahlungsein- und –ausgänge überwachen, Maßnahmen bei Zahlungsverzug einleiten • Überweisungen, Schecks und elektronische Zahlungen
• Kreditabrechnungen, Wechsel, Gutschrift
• Unterschriftenregelung
• Einzugsermächtigung, Rechnungsteilung,
Zahlungsanweisungen und Mahnverfahren
• Internet-Zahlungssysteme
– Prüfen der Zahlungseingänge und Rechnungen
– Buchen von Belegen
– Erstellen von Zahlungsanweisungen
– Kassenführung
– Bearbeiten der BAG-Abrechnung
e) Kosten- und Leistungsrechnung anwenden • Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung
• Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger
• kalkulatorische Kosten
• Unternehmenssteuern und Versicherungen
6.2 Controlling a) Bedeutung des Controllings als Informations-, Steuerungs- und Planungsinstrument beachten
b) Ergebnisse der Kosten- und Leistungsrechnung
als Steuerungs- und Informationsinstrument nutzen
c) Kosten und Erlöse für erbrachte Leistungen ermitteln und im Zeitvergleich sowie im Soll-Ist-Vergleich bewerten
6.3 Beschaffung
und Lagerhaltung
a) Bedarf ermitteln, Angebote einholen und vergleichen sowie Aufträge erteilen
b) Auftragserfüllung kontrollieren, Abweichungen klären und abschließend bearbeiten
c) an der Planung und Steuerung von Lagerbeständen mitwirken

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