Die Brückenteilzeit ist da

Zum 1. Januar sind zahlreiche neue Gesetze in Kraft getreten. Arbeitgeber betrifft das „Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts – Einführung einer Brückenteilzeit„. Dabei meint Brückenteilzeit, dass ein Arbeitnehmer für eine vereinbarte Spanne von einem bis max. fünf Jahren seine Arbeitszeit reduzieren kann, und danach wieder Anspruch auf seine ursprüngliche Arbeitszeit hat. Besondere Gründe wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen müssen die Beschäftigten für die Brückenteilzeit nicht geltend machen. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und keine schwerwiegenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Das Gesetz betrifft jedoch nur Unternehmen ab einer Mitarbeiterstärke von 45. Selbst für Arbeitgeber mit 46 bis 200 Arbeitnehmern wird eine Zumutbarkeitsgrenze eingeführt: Sie müssen nur jedem 15. Beschäftigten die befristete Teilzeit gewähren.

Eine weitere Änderung gibt es im Rahmen des Gesetzes bei der Arbeit auf Abruf (§ 12).  Die abrufbare Zusatzarbeit wird beschränkt: Der Anteil der einseitig vom Arbeitgeber abrufbaren Arbeit darf nun nicht mehr als 25 % der vereinbarten Mindestarbeitszeit pro Woche betragen. Bei Vereinbarung einer Höchstarbeitszeit beträgt das flexible Volumen 20 % der Arbeitszeit. Und: Wenn die Wochenarbeitszeit nicht festgelegt wurde, gelten 20 Stunden als vereinbart. Neu ist unter § 12 auch der Absatz 4: Zur Berechnung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gilt als Referenzzeitraum die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten drei Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

2019-01-08T11:49:27+00:00 07. Januar 2019|

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