Club, Dauerkarte, Lounge: Wie Verlage Publikum an sich binden.

Wirtschaftswoche Club: Gemeinsam weiterentwickeln

Aus Wiwo-Abonnenten wurden Anfang September rund 80.000 Club-Mitglieder. Ein Kern des Konzepts sind Mitmach-Angebote, beispielsweise durch „Werkstattgespräche“ in der Redaktion oder in ausgewählten Unternehmen, Forschungslaboren oder der Börse. „Wir wollen einen offenen Austausch mit unseren Lesern schaffen und uns gemeinsam mit ihnen weiterentwickeln“, sagt Wiwo-Chefredakteurin Miriam Meckel. Zudem soll der Club dazu beitragen, dass eigene Leser-Communitys für verschiedene Themen entstehen, ähnlich wie das bei den Diskussionsgruppen der beruflichen Online-Netzwerke Xing und LinkedIn der Fall ist.

11 Freunde Dauerkarte: Redakteure kommen zur Küchen-Lesung

Die Dauerkarte des Fußballmagazins verspricht: „Einmal abonnieren. Immer profitieren.“ Im März 2012 wurde sie eingeführt, zugleich wurden die herkömmlichen Aboprämien abgeschafft. Bei Interesse und Losglück kommen Redakteure auch mal zu einer exklusiven Küchen-Lesung und bringen einen Kasten Bier mit. Mit der personalisierten Dauerkarte kann man günstiger im 11 Freunde-Webshop einkaufen, bekommt Zugang zu bestimmten Onlineinhalten, kann bei Verlosungen (zum Beispiel „handsignierte Trikots“) mitmachen und sich für Events bewerben.

ManagerLounge: ExklusiverZirkel für Führungskräfte

Das überregionale Netzwerk für Führungskräfte wird vom Manager Magazin Verlag betrieben und zählt derzeit rund 1800 Mitglieder. Um im Businessclub aufgenommen zu werden, muss man sich bewerben. Voraussetzungen sind zum Beispiel mehrjährige Führungsverantwortung und ein Jahreseinkommen von mindestens 100.000 Euro. Der Mitgliedsbeitrag kostet 294 Euro pro Jahr; Berater, Coaches, Beschäftigte aus Finanz- und Versicherungsdienstleistung zahlen 990 Euro. Die „Manager Lounge“ bietet im Jahr rund 170 Veranstaltungen an 13 Standorten an, von Berlin bis Barcelona, Stuttgart bis Shanghai. Beispiel: Treffen und Führung im Porsche-Museum, anschließend Vortrag des Vertriebsvorstands und Diskussion. Diese exklusiv für Mitglieder organisierten Treffen und ein eigenes Onlineportal sollen dazu beitragen, Kontakte zu knüpfen, sie auf- und auszubauen. Eine Mitgliedschaft in der „Manager Lounge“ ist unabhängig von einem Abo des Manager Magazins. Zu den Club-Vorteilen zählt neben der Teilnahme an exklusiven Events der kostenfreie Zugang zum Archiv der Spiegel-Gruppe.

Von Roland Karle, Freier Journalist, Neckarbischofsheim